dcsimg

18. September 2014

Benzingespräche beim BELMOT®-Fachbesuchertag

Fotograf: Alexander Kästel, http://www.rentadesigner.de/

Motiv: Ausschnitt des VW Käfers, Bj. 1967 von BELMOT-Markenmanager Ralf Stumpfernagel

Der BELMOT-Fachbesuchertag kann als voller Erfolg angesehen werden. Vielen Dank für Ihre Teilnahme und Ihr überaus positives Feedback. Wir haben den Tag und die Kernaussagen noch einmal für Sie zusammengefasst.

Rund 150 geladene Restauratoren, Händler und Sachverständige aus ganz Deutschland nutzten den BELMOT®-Fachbesuchertag, um ihr Fachwissen für den beruflichen Alltag zu erweitern: Drei Experten vermittelten in praxisorientierten Fachvorträgen Fakten zum aktuellen 'Oldtimerrecht', zur 'Zertifizierung zum Fachbetrieb für historische Fahrzeuge' und zur 'Originalität und dem Erhalt von Patina'.

Dr. Marcus Kremer, Vorstand der Mannheimer Versicherung AG (MVG) begrüßte die anwesenden Gäste im 20. Jubiläumsjahr der Marke BELMOT®. Er erläuterte den Anspruch der Versicherungsgesellschaft, ihren Kunden Ansprechpartner zu bieten, die die Szene kennen und somit die gleiche Sprache sprächen. Mit dem Fachbesuchertag soll eine Plattform geschaffen werden, die dem Gedankenaustausch und dem „Voneinander-Lernen“ dient. Kremer betonte, wie wichtig diese Themen auch für die MVG sind. Denn gemeinsame Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung einer Versicherungslösung und damit in die Produktgestaltung ein.

Fotograf: Alexander Kästel, http://www.rentadesigner.de/
Motiv: Innenansicht des BELMOT-eigenen Ford Anglia, Bj. 1965


In drei Expertenvorträgen wurde deutlich,
• wie wichtig – aber auch wie schwierig – es ist, rechtlich optimale Vertäge beim Handel mit Oldtimern zu haben, gerade wenn es um Gewährleistung und Haftung geht. Rechtsanwalt Michael Eckert empfiehlt deshalb:
„Mündliche Absprachen sind Schall und Rauch. Treffen Sie genaue Absprachen mit dem Kunden und fixieren Sie eindeutige Zustandsbeschreibungen unbedingt schriftlich. Generell gilt: Lassen Sie AGBs und Vertragsgrundlagen am besten professionell prüfen.“
• dass jedoch ein Spannungsfeld zwischen Rechtssicherheit und Kundenumgang sowie - service besteht: Je umfangreicher die Verträge, desto weniger Aufträge kommen zustande (Matthias Kemmer).
• dass sich eine Zertifizierung zum 'Fachbetrieb für historische Fahrzeuge' für Meisterbetriebe der KFZ-Innung mit erfahrenem Fachpersonal lohnt. Durch das Zusatzzeichen wird eine verlässliche Fachkompetenz demonstriert.
• dass in Kürze mit den ausscheidenden Experten der Oldtimer-Restauratoren das Know-How wegbricht, da der Nachwuchs in der Branche fehlt. Oldtimer-Restaurierung ist kein eigenständiger Ausbildungsberuf (Matthias Kemmer).
• dass Begrifflichkeiten wie 'Restauration' versus 'Restaurierung' zu definieren und voneinander abzugrenzen sind. (Matthias Kemmer)
• Gundula Tutt bestätigte die Notwendigkeit der Begriffsabgrenzung und verdeutlichte anhand von drei Praxisbeispielen die Bedeutung von 'Originalität'.

Den zweiten Teil des Veranstaltungsprogramms bildete eine Podiumsdiskussion, die von Schauspielerin Michaela Klamminger moderiert wurde. Zentrale Punkte waren Werterhalt, Wertermittlung und -entwicklung sowie angemessener Versicherungsschutz.
Die Referenten Martin Stromberg, Michael Eckert, Matthias Kemmer und Ralf Stumpfernagel betonten folgende Punkte:
• Um Betrugsfällen vorzubeugen, Zustand und Werte zu sichern, sollte der Gang zum Gutachter / Sachverständigen selbstverständlich sein. Aktuelle Erfahrungen zeigen, dass die Branche noch stärker für aktuelle Wertgutachten sensibilisiert werden muss. Dabei gilt: Ein ausführliches Gutachten ist immer einem Kurzgutachten vorzuziehen, vor allem bei höheren Werten. Außerdem dient es zur Klärung, ob das Fahrzeug echt (oder ein Nachbau bzw. eine Fälschung) ist.
• „Wer sich einen hochwertigen Oldtimer leisten kann, sollte zum eigenen Schutz vor späteren finanziellen Einbußen auch in ein ausführliches Wertgutachten investieren und nicht am falschen Ende sparen.“(Martin Stromberg)
• Kemmer empfiehlt Restauratoren aus betriebswirtschaftlicher Sicht, den Oldtimermarkt zu segmentieren, d.h. sich auf die Restauration einzelner Marken und Werte zu spezialisieren. Wichtig sei auch, Fachwissen von Kunden ernst zu nehmen und in die eigene Arbeit einfließen zu lassen.
• Alle Referenten empfehlen Restauratoren: „Verlassen Sie sich nicht auf die gute Absicherung Ihres Kunden. Sichern Sie sich selbst umfangreich ab.“

Den Abschluss bildeten Benzingespräche bei einem American Barbecue im Stil der 50er Jahre. Besucher, Referenten und Veranstalter blicken dabei positiv auf den ersten BELMOT-Fachbesuchertag zurück. Jede Gruppe erkannte in den aktuellen Fachbeiträgen durch Experten der Oldtimerbranche einen Mehrwert. Auch der Wunsch nach Wiederholung wurde seitens vieler Gäste deutlich.

Referenten und Vorträge:
• Aktuelles Oldtimerrecht für Werkstätten und Händler (Michael Eckert, Oldtimeranwalt)
• Zertifizierung zum Fachbetrieb von historischen Fahrzeugen (Matthias Kemmer, MSc, MBA Technischer Betriebswirt, Kraftfahrzeugtechnikermeister)
Originalität und Erhalt von Patina (Gundula Tutt, Dipl. Restauratorin, M.A.)

Podiumsdiskussion
Ralf Stumpfernagel, BELMOT-Markenmanager Mannheimer Versicherung AG
Michael Eckert, Oldtimeranwalt
Matthias Kemmer, MSc, MBA Technischer Betriebswirt, Kraftfahrzeugtechnikermeister
Martin Stromberg, Geschäftsführer Classic Data




Weitere Informationen:

• Bildmaterial zum Download:
http://www.mannheimer.de/unternehmen/presse/

• Mannheimer Versicherung AG:
www.mannheimer.de

• Zur Zertifizierung zum 'Fachbetrieb für historische Fahrzeuge':
Kriterienkatalog beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V.

Ihr Ansprechpartner
Isabelle Haupt
BELMOT Team
Tel: 0621. 457- 2041
E-Mail senden

Weniger