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23. Juni 2017

DKW Hahn: Ein Manager und Unternehmer der dt. KFZ-Industrie

Foto oben: Dr. Carl Hahn 
Foto unten: Buchcover  
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Am 11. August 2017 stellen Prof. Carl H. Hahn und Prof. Peter Kirchberg ihr zusammen verfasstes Buch ‚DKW Hahn: Ein Manager und Unternehmer der deutschen Kraftfahrzeugindustrie‘ vor.


Pressemitteilung

Am 11. August 2017 stellen Prof. Carl H. Hahn und Prof. Peter Kirchberg ihr zusammen verfasstes Buch ‚DKW Hahn: Ein Manager und Unternehmer der deutschen Kraftfahrzeugindustrie‘ vor.


Einbeck, 22. Juni  Was haben DKW, Auto Union und o.b. gemeinsam?
Die Antwort ist: Dr. Carl Hahn – ein Pionier, Vordenker und Praktiker der Massen- und Volksmotorisierung in Deutschland.

Gemeinsam mit dem Automobil-Historiker Prof. Peter Kirchberg zeichnet Prof. Carl H. Hahn mit dem Buch das Leben seines Vaters, Carl Hahn (1894 – 1961), nach. Prof. Hahn wird den familiären Aspekt erläutern, anschließend wird Prof. Kirchberg auf die DKW-Geschichte eingehen.

Carl Hahn war einer der zentralen Akteure, die den Zusammenschluss zur Auto Union mit Sitz in Chemnitz gestalteten. Seine Vorgaben für den technischen Fortschritt im Kraftfahrzeugbau waren in jener Zeit prägend. Zudem war er ein wahrer Marketingexperte und das schon in einer Zeit, als das Wort ‚Marketing‘ noch nicht gebräuchlich war. Er hatte den DKW-Vertrieb organisiert, Händlerkongresse veranstaltet und die systematische Weiterbildung der Werkstattbetreiber vorangetrieben. Nicht zuletzt führte Hahn Ratenzahlungen für die Kunden ein und ließ Kinderherzen höherschlagen, indem er DKW-Tretautos bauen ließ: Product Placement für die Jüngsten. Zudem gelang es der Auto Union in den 1930er Jahren mit der Beteiligung am Motorsport, die bis dahin unbekannte Marke mit den vier Ringen sprunghaft bekannt zu machen.

DKW wurde unter der kaufmännischen Führung Hahns 1928 zur größten Motorradmarke der Welt. Die Marke DKW ist bis heute Legende in der Motorrad-Fangemeinde. Mit den DKW-Zweitaktmotoren kam auch Ende der 1920er Jahre der Einstieg in den Pkw-Bau. Mit den später im Zwickauer Audi-Werk produzierten preiswerten DKW-„Frontwagen“ begann in den 1930er Jahren die Volksmotorisierung in Deutschland. Der legendäre Trabant basierte bis 1990 auf diesen damals entwickelten technischen Prinzipien.

Maßgeblich beteiligte sich Carl Hahn auch an der Gründung der Auto Union 1932 mit Sitz in Chemnitz. Das Firmenzeichen der Auto Union waren die vier ineinander verschlungenen Ringe als Symbol für die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer. Es ist eben jenes Symbol, das sich auch heute noch auf jedem Audi findet und auf die sächsischen Wurzeln dieses Ingolstädter Unternehmens hinweist.

In der Auto Union war Carl Hahn der DKW-Mann. Die Auto Union – als sächsischer Konzern – wurde in den 1930er Jahren der größte Arbeitgeber in Chemnitz und im Erzgebirge.

Nach der Flucht in den Westen machte sich Hahn an die Wiederbelebung der Auto Union. Im Osten wurde die Auto Union zerschlagen. „DKW ist wieder da“ – so verkündete Hahn 1950. Im Jahr 1969 sollte die Marke DKW mit Audi fusionieren.

Obwohl er in der gesamten Zeit der Auto Union im Osten wie im Westen immer der „zweite“ Mann hinter Vorstand Dr. Richard Bruhn blieb, hat er mit seiner Arbeit den Konzern tonangebend geprägt. Besonders die innerhalb der Auto Union zuzuschreibenden Erfolge in der Marke DKW sind sein Verdienst. Der Ehrenname „DKW-Hahn“ hebt genau darauf ab.

Neben der Auto Union und DKW war Carl Hahn auch noch auf diversen anderen Gebieten unternehmerisch tätig. Was den wenigsten bekannt sein dürfte: Auf eigenes Risiko brachte er den Tampon nach Deutschland und erfand das Frauenhygieneprodukt o.b. (Ohne Binde). Auch dies wurde ein Welterfolg.

Das Buch DKW-Hahn ist eine spannende Lebensgeschichte eines ehrgeizigen Unternehmers und liebenswerten Mannes. Herausgeber sind die beiden ebenfalls in der deutschen Automobilgeschichte verwurzelten Professoren: Carl Horst Hahn und Peter Kirchberg.

Carl Horst Hahn, der Sohn von DKW-Hahn, hat selbst internationale Automobilgeschichte geschrieben. Von 1982 bis 1993 war er Vorstandsvorsitzender des VW Konzerns und hat in dieser Zeit VW erfolgreich in Asien und Osteuropa etabliert, nachdem er schon in den 1960er Jahren den VW-Konzern in Amerika aufgebaut hatte.

Peter Kirchberg ist einer der bedeutendsten Historiker zur Automobilgeschichte in Sachsen und Deutschland und hat sich seit über 50 Jahren u. a. mit dem Thema Auto Union beschäftigt.

Im Anschluss an die Veranstaltung werden Prof. Hahn und Prof. Kirchberg gerne Bücher signieren, die auch vor Ort erhältlich sind.

Für FörderFreunde ist der Eintritt frei, alle anderen zahlen 5,- € an der Abendkasse. Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, in geselliger Runde bei Snacks und Getränken sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.


Anmeldung zur Veranstaltung und weitere Informationen unter Tel. 05561 92320270 bzw. per  E-Mail an ursula.raschke@ps-speicher.de .

 

 

Ihr Ansprechpartner
Isabelle Haupt
BELMOT Team
Tel: 0621. 457- 2041
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