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19. November 2015

Zum Wohl die Pfalz!

Im Sommer wird sie auch liebevoll als die Toskana Deutschlands bezeichnet - die Pfalz. Doch auch das trübe Herbstgrau hat in dieser Region seinen ganz eigenen Charme. Ralf von BELMOT ging auf tour und erkundete zahlreiche Flecken entlang der Weinstraße. Der Tipp für all diejenigen, die noch eine Herbstausfahrt planen.

Fotos dieser Seite: Ralf Stumpfernagel, Mannheimer Versicherungen

BELMOT on tour


Heute:

Mit einem 325i Coupé durch die herbstliche Pfalz

"Think global, act local". Dieser Spruch mag bei unserem Ausflug Pate gestanden haben, denn er beginnt im weitesten Sinne direkt vor den Toren Mannheims. Er beginnt im Kurort Bad Dürkheim auf dem Schlossplatz, direkt vor dem altehrwürdigen Casino.

Unser Begleiter (auf dem Pfälzer Wein kommen wir später zu sprechen) ist heute ein Youngtimer, der sehr unauffällig im Verkehr mitschwimmt. Auf seine Art ist er dennoch etwas Besonderes: Es ist ein 325i Coupé, das auf dem Genfer Salon 1992 vorgestellt wurde. Damals etwas völlig Neues, denn ein eigenständiges Coupé auf Plattform der Dreier-Reihe gab es zuvor nicht. Das mauritiusblaue Coupé ist fast so selten wie eine blaue Mauritius, denn in seinen über 20 Jahren durfte es gerade einmal 49.000 Kilometer sammeln.

Mit Airbag, elektrischen Fensterhebern und Schiebedach, Klimaanlage, Heckrollo und in diesem Fall (leider) auch einer Automatik, demonstriert der sonst eher zurückhaltend designte Dreier, seine Nähe zur Oberklasse - und ganz deutlich auch in Richtung Stuttgart. Dort lief seinerzeit gerade das letzte Facelift der zeitlosen, jedoch schon etwas in die Jahre gekommenen, Baureihe 124 Coupé vom Band.

Doch zurück auf die Straße:
Wir fahren heute auf der Weinstraße durch die Pfalz. Alle nicht-fahrenden Zeitgenossen haben den Vorteil, dass sie unterwegs Wein genießen können, sofern sie Zeit mitgebracht haben. Richtung Wachenheim geht es nun unterhalb der Wachtenburg vorbei. Nicht nur die gleichnamige Sektkellerei, sondern auch das Weingut Bürklin Wolf, Berchtle, Magin, Altes Schlössel oder der Forster Winzerverein laden hier zum Probieren und Verweilen ein.

Unser nächstes Etappenziel ist Deidesheim. Wer sich Zeit gelassen hat und schon zu Mittag essen möchte, dem sei das Weingut von Winning ans Herz gelegt. Guter Wein wird hier durch gute Küche ergänzt. Kurz vor Kilometer zehn buhlen der Reichsrat und der Ritter von Böhl um die Gunst der Weinkäufer.

Wir verlassen Deidesheim Richtung Neustadt und fahren durch Mosbach und folgen der B37 weiter Richtung Lindenberg. Nach etwa 23 km erreichen wir Lambrecht mit dem bekannten Kuckucksbähnle und biegen nach 25 km links ab Richtung Elmsteiner Tal. Dabei handelt es sich um eine so beliebte Ausflugstrecke, dass sie an Wochenenden für Motoradfahrer gesperrt ist. Die teils rennstreckenartig anmutenden Serpentinen sind so manchen Motorradfahrern schon zum Verhängnis geworden.

Parallel zur Dampflokstrecke befahren wir die B39 Richtung Johanniskreuz und wer hier einkehren möchte, dem sei an schönen Tagen ein wenig Geduld empfohlen, denn eins ist sicher: Diese Idee hatten auch schon andere.

Von Johanniskreuz aus fahren wir weiter auf der B48 Richtung Hochspeyer. Wie der Name vermuten lässt, befindet sich der Ort hoch im Pfälzer Wald, was sich bei uns Anfang November mit dichtem Nebel bemerkbar macht.

Unsere Tour führt uns weiter durch die Pfalz, Richtung Eisenberg. Dort wurde früher Erz abgebaut. Weiter Richtung Hettenleidelheim, Richtung Grünstadt und weiter Richtung unserem Ausgangspunkt Bad Dürkheim.

Doch zuvor gönnen wir uns noch einen kleinen Weineinkauf an der Weinstraße. Wir halten in Kallstadt und versorgen uns mit einem rustikalen Querschnitt an Weinen, die die Pfalz zu bieten hat, wer - wie der Autor - Freude an einem weißen oder grauen Burgunder hat oder einem klassischen trockenen Riesling mit angenehmer Fruchtsäure, dem kann hier geholfen werden - aber keine Angst, auch Rotweinfreunde kommen ganz sicher nicht zu kurz!

Nach einer schönen Tasse Kaffee und einem Stück Torte im Cafe Tempel - unser ganz persönlicher Geheimtipp für Sonntagsausflüge - kehren wir nach ca. 105 km zurück an unseren Ausgangspunkt - das Casino.

Wer möchte, kann ja hier bei ein zwei Runden am Roulette Tisch versuchen, das Benzingeld für die nächste Oldtimer-Tour zu erspielen. Wem das Glück nicht hold ist, der hat immer noch die Chance, die Pfalz beim nächsten Mal auf einer ihrer herrlichen Wanderrouten zu Fuß zu erkunden.

Ihr Ansprechpartner
Ralf Stumpfernagel
BELMOT Team
Tel: 0621.457- 2283
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