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01. Aug 2014

Aus alt mach neu: Sitze umfärben

Irgendwann kommt die Zeit, in der man seinen geliebten Oldtimer wieder auf Vordermann bringen möchte. Er wird ordentlich gereinigt, lackiert und ausgeräuchert. Mit den Jahren verfärben sich unter Umständen auch die Sitze - vielleicht hat man sich aber auch ganz einfach nur satt gesehen an der Farbe. Man muss sich nicht gleich Neue kaufen - selbst ist die Frau oder der Mann. Wir zeigen Ihnen, wie Ihre alten Sitze in neuer Farbe erstrahlen.

In der Phase der Restaurierung werden auch die Sitze genauer unter die Lupe genommen. Oftmals muss man feststellen, dass es weder für Geld, noch für gute Worte die originalen Sitzbezüge gibt. Danach gibt es genau zwei Möglichkeiten:

1. Die Sitze neu beziehen lassen mit einem Material, das farblich und von der Struktur nicht zum Baujahr des Oldtimers passen würde.
2. Die Sitze so lassen, wie sie sind. Das würde aber bedeuten, dass aufgrund der vielen Verfärbungen im Kunstleder die Sitze optisch nicht mehr mit dem Rest des Fahrzeugs harmonieren würden.

Somit bleibt nur Plan B: Sitze in der passenden Farbe einfärben.

Was bei einem herkömmlichen PKW funktioniert, sollte auch bei einem Oldtimer klappen. Am Markt werden spezielle Lederfarben angeboten, die zum Beispiel bei Leasingrückläufern mit abgewetzen Ledersitzen/Lenkrädern oder Bohrlöchern von Handyhalterungen zum Einsatz kommen.

1. Schritt:
Sitze reinigen, so dass Sie frei von Verschmutzungen und Fettrückständen sind.

2. Schritt:
Diejenigen Teile abkleben, die nicht mitgefärbt werden sollen. Hierbei lässt sich leicht erkennen, ob der Sitz gut gereinigt wurde, denn auf fettigem Untergrund hält das Kreppband nicht.

3. Schritt:
Auftragen des Primer, d.h. Grundierung für Kunstleder. In diesem Fall ist die Grundierung farblos und der Sitz sieht erst einmal aus wie bisher.

4. Schritt:
Wenn die Grundierung getrocknet ist, wird der Sitz mit der Farbe entsprechend eingefärbt. Durch den dünnen Farbauftrag mittels Sprühdose bleibt die Struktur des Kunstleders schön und erhalten.

Sehen Sie den Unterschied?

5. Schritt:
Wenn es sich um Kunstledersitze handelt, die je nach Materialbeschaffenheit die Farbe anders annehmen, als dies bei einem echten Ledersitz der Fall wäre, empfiehlt der Hersteller der Lederfarbe einen durchsichtigen Versiegelungslack aufzubringen. Dieser sorgt dafür, dass die aufgetragene Farbe nicht an der Kleidung des Fahrers haftet.

Fazit:
Die Umfärbung der Sitze ist eine preisgünstige Möglichkeit, Leder oder Kunstleder farblich an den Rest des Fahrzeugs anzupassen, wenn gerade kein passendes Material aufzutreiben ist. Bei richtiger Anwendung erhält man eine neuwertige Optik bei uneinageschränkter Nutzbarkeit der Sitze.

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